So geht Mundart: Ruhrpott
Hömma, wat soll dat denn?
Wir Ruhrpottmenschen gehen seit jeher sehr sparsam mit Wörtern um. Weniger ist für uns mehr. Das ist schon lange so:
Bereits im 19. Jahrhundert gab es in der damaligen Region der Bergarbeiter, Bierbrauer und Stahlkocher Zuwanderung aus Osteuropa. Zur besseren Verständigung bedienten sich unsere pragmatischen Vorfahren einer additiven Sprachmischung.
Kurz: Sie warfen alle Sprachen zusammen und entwickelten die ruhrpöttische Ökonomie des Sprechens durch Grammatikvereinfachung, kombiniert mit Mundfaulheit und deutlich gebremster Artikulationsenergie. Der moderne Ruhrpottmensch könnte längst feinstes Hochdeutsch sprechen. Wenn er Lust dazu hätte. Aber er wüsste nicht, wozu. Vielleicht wollen ja doch lieber die anderen Pott lernen! Dieses Büchlein unterstützt alle, die dies wagen wollen.
Und hier konkret, was Sie in diesem Buch erwartet:
• Die Crashkurse am Anfang jedes Kapitels liefern Ihnen die wichtigsten Wörter und Wendungen, mit denen Sie sich durch die ruhrpöttische Sprachwelt lavieren können.
• Ruhrpott von A bis Z: Die hier enthaltenen Worterklärungen und Infoboxen bilden das Herz der Kapitel.
• Die Rubrik Der Ruhri sacht – Der Ruhri meint sorgt dafür, dass Ihnen keine noch so gut versteckte Botschaft entgeht.
• Die Vertonungen der Crashkurse sind für alle zum Anhören. Für die Mutigen, die sich selbst an ein paar Sätze herantrauen: Nachsprechen ausdrücklich erwünscht!
• Die Tests am Ende des Buches helfen Ihnen zu prüfen, wie gesellschaftsfähig Ihr Ruhrpott ist.
Is klaa!
